Das Projekt - Carportverkleidung
Das Carport war bereits gemeinsam mit dem Wohnhaus errichtet worden. Die vorhandene Ausführung entsprach jedoch noch nicht den Vorstellungen des Kunden und wirkte insbesondere im offenen Giebelbereich unfertig.
Unsere Aufgabe bestand deshalb nicht darin, das gesamte Carport neu zu bauen, sondern die bestehende Konstruktion handwerklich zu vervollständigen und optisch deutlich aufzuwerten.
Der Giebel sollte eine geschlossene Holzverkleidung erhalten. Gewählt wurde eine traditionelle Boden-Deckel-Schalung aus nordischer Fichte, die sehr gut zur vorhandenen Fachwerkoptik des Carports und des angrenzenden Wohnhauses passt.
Zusätzlich wurden der noch nicht vollständig ausgeführte Dachkasten fertiggestellt und verschiedene weitere Restarbeiten an der bestehenden Konstruktion erledigt.


Materialien und Ausführung
Für die Giebelverkleidung wurden Glattkantbretter aus kammergetrockneter nordischer Fichte verwendet. Der überwiegende Teil der Schalung besteht aus Brettern mit einem Querschnitt von 21 × 145 mm.
Insgesamt kamen rund 483 laufende Meter beziehungsweise 115 Glattkantbretter zum Einsatz. Ergänzend wurden breitere Glattkantbretter mit einem Querschnitt von 21 × 220 mm für Abschlussbereiche und weitere Detailarbeiten verarbeitet.
Die Grundierung und den abschließenden Anstrich übernimmt der Kunde selbst. Die Bilder zeigen deshalb die fertiggestellten Holzbauarbeiten noch im unbehandelten Zustand.
Bei diesem Projekt kamen unter anderem folgende Materialien zum Einsatz:
- Glattkantbretter aus nordischer Fichte
- Hauptquerschnitt der Schalung: 21 × 145 mm
- Breitere Glattkantbretter: 21 × 220 mm
- Geeignete Befestigungsmittel für den Außenbereich
- Ergänzende Hölzer für Dachkasten und Restarbeiten
- Passgenau zugeschnittene Abschlussbretter


Der Ablauf Schritt für Schritt
Zu Beginn wurde die vorhandene Carportkonstruktion aufgenommen und kontrolliert. Da das Carport bereits beim Bau des Hauses errichtet worden war, mussten die neuen Bauteile exakt an die vorhandenen Sparren, Balken und Anschlüsse angepasst werden.
Anschließend wurde die Unterkonstruktion für die Boden-Deckel-Schalung hergestellt beziehungsweise ergänzt. Dabei kam es auf eine gleichmäßige Ausrichtung an, damit die spätere Verkleidung ein ruhiges und geradliniges Gesamtbild erhält.
Im nächsten Schritt wurden zunächst die senkrechten Bodenbretter mit gleichmäßigen Abständen montiert. Diese bilden die erste Lage der Giebelverkleidung.
Über den Zwischenräumen wurden anschließend die Deckelbretter angebracht. Sie überdecken die offenen Fugen der unteren Bretter und erzeugen die für eine Boden-Deckel-Schalung typische plastische Holzoptik.
Durch diese zweilagige Anordnung können die einzelnen Bretter auf natürliche Feuchtigkeits- und Temperaturschwankungen reagieren, ohne dass offene Fugen den Witterungsschutz der Giebelfläche beeinträchtigen.
Besondere Sorgfalt war bei den schrägen Anschlüssen an die vorhandenen Dachflächen erforderlich. Jedes Brett musste einzeln ausgemessen, zugeschnitten und sauber an die jeweilige Dachneigung angepasst werden.
Zusätzlich wurde der Dachkasten fertiggestellt. Weitere noch offene Detail- und Abschlussarbeiten an der vorhandenen Carportkonstruktion wurden ebenfalls ausgeführt, sodass ein insgesamt geschlossenes und handwerklich stimmiges Erscheinungsbild entstand.
Mit der neuen Giebelverkleidung wirkt das bereits vorhandene Carport nun deutlich vollständiger und fügt sich harmonisch in die Architektur des Wohnhauses ein.
Das Projekt im Überblick
- Fertigstellung eines bereits vorhandenen Carports
- Verkleidung des Giebelbereichs
- Ausführung als senkrechte Boden-Deckel-Schalung
- Material: nordische Fichte
- Hauptquerschnitt: 21 × 145 mm
- Ergänzende Glattkantbretter: 21 × 220 mm
- Rund 483 laufende Meter Glattkantbretter
- Fertigstellung des Dachkastens
- Ausführung weiterer Rest- und Abschlussarbeiten
- Individuelle Anpassung an die bestehende Konstruktion
- Grundierung und Anstrich in Eigenleistung des Kunden
- Ausführungszeit: etwa 3-4 Tage
Kosten und Zeitaufwand
Die Kosten für die ausgeführten Holzbauarbeiten lagen bei diesem Projekt einschließlich Material bei rund 7.000 Euro.
Der tatsächliche Preis hängt unter anderem ab von:
- Größe und Form der zu verkleidenden Giebelfläche
- Zustand der bereits vorhandenen Konstruktion
- Menge und Querschnitt der benötigten Hölzer
- Gewählte Schalungsart (unterschiedlicher Zeitaufwand)
- Anzahl der notwendigen Schräg- und Detailzuschnitte
- Zugänglichkeit der Arbeitsbereiche
- Erforderliches Gerüst
- Gewünschte Grundierung und Farbbeschichtung
Bei einer vorhandenen Konstruktion ist der Anpassungsaufwand häufig höher als bei einem vollständigen Neubau. Maße, Winkel und Anschlüsse müssen vor Ort aufgenommen und jedes neue Bauteil an den Bestand angepasst werden.
So ein Projekt lässt sich, je nach Größe und gewählter Verkleidungsart und gewähltem Verkleidungsmaterial (z.B. wären auch Naturschindeln eine Überlegung wert), meist in 3-5 Arbeitstagen fertigstellen.
Gut zu wissen...
Eine Boden-Deckel-Schalung besteht aus zwei übereinander angeordneten Brettlagen. Zuerst werden die sogenannten Bodenbretter mit gleichmäßigen Zwischenräumen montiert. Anschließend überdecken schmalere oder gleich breite Deckelbretter diese Fugen.
Diese Bauweise eignet sich besonders gut für Giebel, Fassaden, Carports und andere Holzgebäude. Sie besitzt eine traditionelle Optik, ist robust und kann Maßveränderungen des Holzes aufnehmen, die durch wechselnde Temperaturen und Feuchtigkeit entstehen.
Entscheidend für ein dauerhaft sauberes Ergebnis sind die richtigen Brettabstände und eine ausreichende Überdeckung. Die Deckelbretter müssen die darunterliegenden Fugen auch dann sicher abdecken, wenn das Holz arbeitet und sich geringfügig zusammenzieht.
Ebenso wichtig sind sauber ausgeführte Anschlüsse an Dachflächen, Ortgänge und andere angrenzende Bauteile. Gerade an schrägen Giebelkanten müssen die Bretter exakt zugeschnitten werden, damit keine ungeschützten Übergänge entstehen.
Nordische Fichte eignet sich aufgrund ihrer guten Bearbeitbarkeit und ihrer natürlichen Holzoptik sehr gut für solche Verkleidungen. Im Außenbereich benötigt das Holz jedoch einen geeigneten Oberflächenschutz.
Da die Schalung bei diesem Projekt unbehandelt montiert wurde, übernimmt der Kunde anschließend selbst die Grundierung und den deckenden Anstrich. Dabei sollten insbesondere Schnittkanten, Hirnholzflächen und schwer zugängliche Übergänge sorgfältig behandelt werden.
Der Oberflächenschutz muss später regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf erneuert werden. So bleibt die Holzverkleidung langfristig vor Feuchtigkeit, UV-Strahlung und anderen Witterungseinflüssen geschützt.
Dieses Projekt zeigt außerdem, dass ein bereits vorhandenes Carport nicht vollständig neu gebaut werden muss, wenn lediglich die Optik oder einzelne Ausführungsdetails nicht überzeugen. Mit einer passenden Giebelverkleidung, einem fertiggestellten Dachkasten und sauber ausgeführten Anschlüssen kann auch eine bestehende Konstruktion erheblich aufgewertet werden.
Weitere Informationen und Leistungen
Sie haben bereits ein Carport, das noch nicht vollständig fertiggestellt ist oder dessen Gestaltung nicht (mehr) Ihren Vorstellungen entspricht?
Wir übernehmen auch die nachträgliche Verkleidung, Fertigstellung und Anpassung vorhandener Carportkonstruktionen. Auf unserer Leistungsseite zum Thema Carports finden Sie weitere Informationen zu möglichen Ausführungen, Dachformen, Verkleidungen und individuellen Ergänzungen.
Darüber hinaus bieten wir weitere Leistungen im Holzbau an – von Vordächern und Unterständen über Garten- und Gerätehäuser bis hin zu individuellen Schieferschindeln und Fassadenverkleidungen.
Schauen Sie sich auch bei unserem Partner Bürning Carports um.







